Während der eine den Service in einem Hotel zu schätzen weiß, ist es dem anderen im Hotel zu reglementiert. Die Vorschriften sind zwar nicht Pflicht, aber mit der Anzahl von Sternen steigt auch der Anspruch an den Gast. So kann man sich selbst im bescheidenen Familienhotel nicht mit dem Bademantel an den Frühstückstisch setzen, zumindest nicht ohne sich einen missbilligenden Blick (vom Kellner und der Ehefrau) einzuhandeln.
Jetzt kann sich jeder selber fragen, wer sich eher für den Aufenthalt in einem Hotel entscheiden wird… Klar, in der Regel ist das die Ehefrau und – auch klar – die Mutter, die es nämlich sehr genießen wird, an einem gedeckten Tisch zu speisen, ohne einmal aufstehen zu müssen, um jemanden (und zwar nicht sich selbst) irgend etwas zu holen, was noch nicht auf dem Tisch steht. Es sei ihr gegönnt. Doch vielleicht gehört sie auch zu der Zahl derjenigen, die im Urlaub auf Luxus verzichten möchten, die ihn sogar überhaupt nicht brauchen. Im Gegenteil – ein einfaches, selbst zubereitetes Frühstück im Kreis der Lieben ist viel mehr wert, als ein reich gedeckter Tisch mit feinster Damasttischdecke und hochnäsigem Personal. Zudem kann sich jedes Familienmitglied zum Frühstück kleiden, wie es will – bzw. die Eltern wollen. Was für ein Aufwand wird im Hotel betrieben, um ordentlich angezogen und frisiert den Anforderungen der Etikette genüge zu leisten. Hinzu kommt dann noch die Meinung der anderen Gäste, die mit Blicken und ggf. Getuschel für entsprechende Anerkennung oder Missbilligung sorgen. Manch einer fühlt sich nicht wohl dabei und ist für lange Zeit kuriert vom Hotelleben.
Weitere Vorzüge einer Ferienwohnung liegen ebenso deutlich auf der Hand. Man kann sein eigenen Gerichte kochen und sie essen, wann immer man will. Ebenso individuell können Schlaf- und Wachzeiten gehandhabt werden. Die Nachtschwärmer dürfen bis in die Puppen schlafen und die Frühaufsteher oder Mondsüchtige genehmigen sich in aller Herrgottsfrühe ein Brötchen mit Marmelade.
Die Ferienwohnung kommt vor allem für Familien mit Kindern in Frage. Schaut man sich die Preise für den Hotelaufenthalt an, sträuben sich einem die Nackenhaare. Bedenkt man die Eß- und Trinkgewohnheiten von Kindern, kann jeder leicht nachrechnen, was da zusammenkommt. Nach drei Tagen ohne allinklusive haben die Eltern die Tränen in den Augen – ob der Leere im Geldbeutel. Verbringt die Familie aber ihren Urlaub in der Ferienwohnung, sieht das ganz anders aus. Gekauft wird im Supermarkt oder direkt frisch vom Wochenmarkt des Urlaubsortes. In der Wohnung ist also stets ausreichend Essen und Trinken vorhanden. Gekocht wird, was auch den Kindern schmeckt. So wird die nervige Nörgelei am Esstisch umgangen. Die Kleinen machen ihren Mittagsschlaf, während die älteren Kinder nebenan spielen oder allein vor die Tür dürfen, denn manch Ferienwohnung verfügt über einen eigenen Garten.
Der nächste Vorteil einer Ferienwohnung folgt unweigerlich, wenn das Stichwort „spielen“ fällt: Die Wäsche! In vielen Wohnungen gibt es eine Waschmaschine. Das ist für Familien mit Kindern ein Segen. Und es müssen weniger Kleidungstücke mit in den Urlaub genommen werden.
Ebenso positiv ist das Mitbringen von Haustieren, wie z.B. Hunden in vielen Angeboten. Wer seinen Hund in der Urlaubszeit nicht in fremde Hände geben mag, darf ihn einfach mitbringen. Diese Möglichkeit sollte in der Buchungsanfrage gleich mit angegeben werden. Sie ist oft die Voraussetzung für die Vermietung bzw. der Vermietbarkeit einer Ferienwohnung. Für den Hundebesitzer bedeutet das in der Regel der perfekte Urlaub.
Der Service der Ausstattung ist relativ
Es kommt vor, dass der Gast die Bettwäsche selbst mitbringen muss. Ebenso die Handtücher und Trockentücher für die Küche. Es besteht bei einigen Ferienwohnungen die Möglichkeit, Handtücher während des Aufenthaltes reinigen zu lassen, was aber extra kostet. Wie diese Modalitäten im Einzelfall geregelt werden, sollte der Urlauber vorab in Erfahrung bringen. Nur so kann er sich optimal auf die Reise vorbereiten und Enttäuschungen verhindern.
Was die Reinigung der Wohnung betrifft, kann man davon ausgehen, dass der Gast am Anreisetag eine frisch gereinigte Wohnung vorfindet. Nach dem Urlaub verlässt er die Wohnung ebenfalls sauber. Das heißt, das Geschirr ist gespült, der Boden gefegt und die Wohnung aufgeräumt. Wirklich putzen ist nicht nötig, da das von einer Reinigungsfirma oder dem Vermieter selbst erledigt wird. Diese Kosten für die Reinigung sind dann im Mietpreis inbegriffen.
Ganz gleich, wohin der nächste Urlaub führt – überall wartet eine Fülle an Angeboten verschiedener Unterkünfte für unterschiedliche Ansprüche und Preisklassen. Ob man sich am Ende für Hotel oder Ferienwohnung entscheidet, ist nicht immer eine Frage des Geldes. Die Unterschiede zwischen den zwei Arten der Unterkunft liegen eher in den Bedürfnissen ihrer Gäste. Familien, Singles, Freunde oder Geschäftsleute gehen mit ganz unterschiedlichen Vorstellungen und Kriterien auf Reisen.